Das Kollektiv & wie du aussteigen oder dich abgrenzen kannst

Um sich innerlich effektiv weiterzuentwickeln, “muss” man sich von der Welt zurückziehen.

Viele Yogis ziehen sich traditionellerweise in den Himalaya oder in die Einsamkeit zurück, um dort ihre Meditation zu praktizieren und verschiedene erweiterte Bewusstseinszustände zu erfahren. Wer eine echte Sehnsucht nach solch einem Leben verspürt, wird diese Lebensweise als geeignet erachten.

Dass, was dem Einzelnen gut tut, ist meist kein allgemein gültiger Weg. Die Situation in der wir in den letzten Monaten waren, kann auch verschiedene Grundängste aktivieren: Entwurzelung oder Einsamkeit, die Angst vor Überforderung, die Angst vor Kontrollverlust, die Angst vor Sinnlosigkeit und viele andere unangenehme Gefühle.

Viele dieser Ängste werden im Kollektiv geschürt. Wenn man dem gesellschaftlichen Leben entsagt, entstehen Ängste mit  denen man sich noch nicht bewusst auseinandergesetzt hat. Jede oder jeder hat seine eigenen Trigger, die ihn oder sie berühren und die gesehen werden wollen. Die Herausforderung besteht darin, sich mit den Verstrickungen zu beschäftigen, sich mit Freude und Leid auseinanderzusetzen, um daran zu reifen und Unterscheidungsvermögen zu gewinnen und dabei trotzdem dem Leben, dem Körper, den Wünschen und den Genüssen nicht zu entsagen.

Dennoch kann einen die kollektive Angst in so einer Situation überrollen. Viele glauben, dass wenn eine gewisse Anzahl von Menschen ein höheres Bewusstsein erreicht hat, geschieht auf der Welt  ein Wandel und wir können aus dem sogenannten Illusions-Spiel aussteigen. Wenn immer mehr Menschen bewusst wählen und in Transformationen gehen, sich mit ihren Inneren verbinden, strahlen sie automatisch ein höheres Bewusstsein aus. Dadurch entsteht eine höhere Frequenz und sorgt für die globale Anhebung des Bewusstseins. Das ganze Leben, jeder Organismus ist mit dem anderen verbunden, in Einheit und Liebe. Menschen, die vor uns erwachten, wussten, dass wir kollektiv aufwachen würden und sie versuchten uns vorzubereiten.

Die Herausforderung ist groß, bei sich zu bleiben, wenn das Kollektiv in seiner Angst aktiviert ist. Es ist wichtig, sich in dieser Zeit zu stabilisieren zu erden, sich ausreichend zu bewegen und sich gesund zu ernähren. Man kann sich fragen, was genau wird in mir berührt?

Wenn viele Menschen das Gleiche denken oder tun, bilden sich kollektive Felder. Diese Felder beeinflussen besonders feinfühlige und sensitive Menschen. Angst dringt in unserem Energiefluss ein und macht uns instabil. Sobald uns das bewusst wird, kann man auch wieder bewusst aussteigen.

Folgende Übung kann dir dabei helfen:

Stelle dir vor du sitzt oder stehst auf dem Boden, in einem Kreis aus goldenem Licht. Der Radius des Kreises entspricht der Länge deines Armes.

Stelle dir nun vor deinem eigenen einen zweiten goldenen Kreis in gleicher Größe vor. Beide Kreise berühren sich am Rand, überschneiden sich jedoch nicht.

Stelle nun eine Person, eine Sache, oder die ganze Welt mit allen Menschen, mit denen du wieder in Harmonie und Balance kommen möchtest, in dem dir gegenüberliegenden Kreis.

Visualisiere ein helles neonblaues Licht, dass vom Berührungspunkt der beiden Kreise aus, im Uhrzeigersinn um den gegenüber liegenden Kreis fließt und wieder zum Berührungspunkt zurückkehrt.

Dieses Licht fließt links hinter deinem Rücken an deiner rechten Seite vorbei und zum Berührungspunkt zurück und in den anderen Kreis hinein im Uhrzeigersinn. Es entsteht dabei die Form der Acht.

Lass dieses Licht so lange Fließen, bis du merkst, dass es langsamer wird. Stelle dir vor, wie alles was im gegenüber liegenden Kreis ist, harmonisiert wird. Dein Denken, dein Fühlen harmonisiert ist.

Sollte die Person, die Sache oder die Erde mit allen Menschen zu schweben beginnen dann verankere sie in der Mitte des gegenüber liegenden Kreises.

Gehen wir wieder in unsere Schöpferkraft, in unsere Neutralität und Gelassenheit.

Befreien wir uns, indem wir unser Bewusstsein wieder ausrichten.

Durch das blaue Licht in der liegenden Acht löst du deine Verstrickungen mit dem Kollektiv. Du steigst aus und gibst deinem bewussten Sein wieder die eigene Schöpferkraft und Macht zurück!

Wir steigen jetzt wieder ein, in die Realität, die unserem inneren Frieden, unserer Gesundheit und unserer inneren und äußeren Freiheit gut tut.
So sei es.